Ergotherapie bei Kindern und Jugendlichen

In der Pädiatrie werden Kinder mit

  • Entwicklungsstörungen
  • Bewegungsstörungen und -einschränkungen im fein- und grobmotorischen Bereich
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Autismus)
  • mit körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderungen,

die den alltäglichen Anforderungen, ihres Alters entsprechend, nicht oder nur bedingt nachkommen können. Die ergotherapeutische Behandlung dient als Unterstützung, Fähigkeiten zu erlernen, Kompensationsstrategien zu entwicklen und diese in den Alltag zu integrieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, Erzieher/Lehrer und dem weiteren sozialen Umfeld ist ebenfalls fester Bestandteil der Behandlung. Hier stehen wir auch in einem engen Austausch mit den Ärzten und gegebenenfalls anderen Therapeuten.

Dies kann in Einzel- als auch Gruppenbehandlung erfolgen.

Hierzu stehen der Ergotherapie viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die derzeit einem wissenschaftlichem Umbruch unterliegen. Die Umsetzung dieser hat in unserer Praxis eine hohe Priorität.

Unter anderem arbeiten wir nach folgenden Konzepten:

Sensorische Integration bezeichnet den neurologischen Prozess, bei dem vom eigenen Körper und der Umwelt ausgehende Sinneseindrücke geordnet werden und der es dem Menschen ermöglicht, seinen Körper innerhalb der Umwelt sinnvoll einzusetzen.

Durch den gezielten Einsatz spezieller Bewegungs- und Handlungsangebote mit ergotherapeutischen Mitteln, werden die Sinne zur Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung angesprochen.

Das Ziel ist eine Verbesserung der Wahrnehmung und der Handlungskompetenzen.

Das Konzentrationstraining für Kindergarten- und Vorschulkinder / Schulkinder ist ein auf der Methode der verbalen Selbstinstruktion basierendes Training zur Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung!

Ziel dieser Übungen ist die Steigerung der

  • Konzentrationsfähigkeit
  • Fähigkeit zum genauen und sorgfältigen Arbeiten
  • Merkfähigkeit (Kurz- und Langzeitgedächtnis)
  • (strukturierte) Denkfähigkeit
  • Feinmotorik.

Dieses als Kleingruppentraining konzipierte Programm wird durch entsprechende Wahrnehmungs-, Gedächtnis- und Entspannungsübungen gestaltet, Regeln und Strukturen werden spielerisch eingeübt.

Hier spricht man von neuen ergotherapeutischen Behandlungsverfahren deren Wirksamkeit durch Studien belegt wurden.

Hierzu zählen zum Beispiel:

Die CO-OP-Methode:
Diese wurde für Kinder entwickelt, die Schwierigkeiten haben, motorische Fertigkeiten zu erlernen. Die Methode setzt sich von der defizitorientierten Sicht auf Handlungsprobleme ab und wendet sich einer lernorientierten Sicht zum Erwerb motorischer Fertigkeiten zu. Die Klientenzentrierung steht im Mittelpunkt. So verhilft die Therapeutin dem Kind, seine eigenen Ziele zu erreichen, indem sie es anleitet, metakognitive Fähigkeiten zu nutzen.

Das ETP-ADHS:
Dies ist ein in seiner Wirksamkeit nachgewiesenes und bewährtes Trainingsprogramm bei ADHS.

Ziele:

  • Reduzierung der hyperkinetischen Symptomatik und der Impulsivität sowie die
  • Verbesserung der Selbststeuerung und Aufmerksamkeit  
  • Verbesserung der Handlungssteuerung
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls, der inneren Stabilität und der Frustrationstoleranz
  • Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung
  • Integration der schulischen Anforderungen